Netzwerk der universitären Frankreich- und Frankophoniezentren in Deutschland

Wer sind wir?

Das Netzwerk der universitären  Frankreich- und Frankophoniezentren in Deutschland ist ein Verbund aus derzeit neun akademischen Zentren, die sich an den Universitäten Berlin, Bonn, Dresden, Freiburg, Leipzig, Mainz, Saarbrücken und Stuttgart sowie an der Hochschule Mannheim für eine Intensivierung der deutsch-französischen Hochschulkooperation einsetzen.

Dabei werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt: Betreiben einige Zentren eigene deutsch-französische Studiengänge oder französische Sprachkurse, so geht es bei anderen stärker um projektbezogene Vernetzung und Kooperation (auch mit Partner*innen aus dem frankophonen Kulturraum), wieder andere verfolgen ein eigenes wissenschaftliches Forschungsprogramm. Allen Zentren ist gemeinsam, dass sie sich über ihren akademischen Auftrag hinaus auch als Foren für einen deutsch-französisch-europäischen Dialog in Politik und Gesellschaft definieren und regelmäßig Veranstaltungen zu aktuellen Themen organisieren.

Warum ein Netzwerk der Frankreich-und Frankophoniezentren in Deutschland?

Trotz des auf vielen Ebenen gut funktionierenden „deutsch-französischen Tandems“ gibt es nach wie vor viel zu tun: Die Corona-Krise hat gezeigt, wie schnell in Grenzregionen ein Rückfall in längst vergessen geglaubte Vorurteile und Klischees möglich war; und das Erstarken populistischer Parteien in vielen europäischen Ländern hat eine neue Debatte über den Nationalstaat aufleben lassen, die multilaterale Selbstverständlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte offen in Frage stellt. In beiden Ländern sinkt zudem das Interesse an der Sprache des Anderen. Wissenschaftliche Fachdebatten verlaufen trotz einzelner herausragender Kooperationsprojekte nach wie vor allzu oft in nationalen Bahnen.

Die Frankreich- und Frankophoniezentren möchten dazu beitragen, den Austausch zwischen Deutschland und der frankophonen Welt aus den Universitäten heraus zu intensivieren und zu verstetigen, über eine noch bessere Vernetzung von Studierenden und Wissenschaftler*innen aber auch darüber hinaus. Von dem gemeinsamen Auftreten im Netzwerk versprechen wir uns eine größere Wahrnehmung und eine klarere Stimme nach außen.

Über gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit können für wichtige Veranstaltungen größere Publika gewonnen werden; außerdem werden zukünftig mehr Veranstaltungen gemeinsam geplant und durchgeführt (Ringvorlesungen bzw. Vorträge und Workshops). So können Doppelungen vermieden (z. B. bei Buchbesprechungen oder Lesereisen) und Synergien erzeugt werden. Während der Corona-Krise haben wir bereits erste gute Erfahrungen mit gemeinsamen Online-Formaten sammeln können. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch soll im Rahmen von jährlichen Netzwerktreffen stattfinden. Das nächste Treffen ist für Oktober 2021 in Saarbrücken geplant.

Aktuelle gemeinsame Themen

Corona-Krise: Deutsch-französische Zusammenarbeit?

Grenzüberschreitende Studiengänge

Mehrsprachigkeit Französisch+

Zukunft Europas

Digitalisierung

Transformation von Gesellschaft und Kultur

Europäisch studieren

 

Wer sind die Mitglieder?*

Centre Ernst Robert Curtius der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Centrum Frankreich | Frankophonie der Technischen Universität Dresden

Frankreich-Zentrum der FU Berlin

Frankreichzentrum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Frankreichzentrum der Universität Leipzig

Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes

Frankreich-Schwerpunkt des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart

Zentrum für Frankreich und Frankophoniestudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

* Mit Unterstützung des Büros für Hochschulkooperation der französischen Botschaft

 

Aktuelle gemeinsame Veranstaltungen

Gemeinsame Online-Reihe „Deutsch-französische Perspektiven im Dialog“ 

Die Reihe unter der Überschrift „Deutsch-französische Perspektiven im Dialog“ greift aktuelle Kernthemen der deutsch-französischen Zusammenarbeit auf und will diese reflektieren, Konvergenzen aber auch Divergenzen aufzuspüren und somit neue Perspektiven eröffnen. Es sollen Expert*innen zu Wort kommen, die Analysen anbieten und Handlungsoptionen formulieren.

Bisherige Veranstaltungen dieser Reihe finden Sie hier

Kontakt zum Netzwerk

Christina Schröer

Sprecherin des Netzwerkes der universitären Frankreich- und Frankophoniezentren in Deutschland

Centre Ernst Robert Curtius (CERC)

Dekanat der Philosophischen Fakultät

Am Hof 1

53113 Bonn

cerc@uni-bonn.de

 

Felix Heidenreich 

Stellvertretender Sprecher des Netzwerkes der universitären Frankreich- und Frankophoniezentren in Deutschland

Internationales Zentrum für Kultur und Technikforschung der Universität Stuttgart (IZKT)

Geschwister-Scholl-Straße 24

70174 Stuttgart