Über das Zentrum

Entstehung

Seit ihrer Gründung durch die französischen Militärbehörden 1946 spielt Frankreich an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in vielfacher Hinsicht eine besondere Rolle: 1976  wurde eine Hochschulpartnerschaft mit der Université de Bourgogne vereinbart, die die sukzessive Einrichtung einer ganzen Reihe integrierter, durch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) geförderter Studiengänge in den Geistes- und Kulturwissenschaften, Jura und den Politikwissenschaften sowie eine rege universitätsweite Erasmus-Partnerschaft mit der Universität in Dijon nach sich zog. 2011 wurde ebenfalls mit Unterstützung der DFH ein Deutsch-Französisches Doktorandenkolleg  in den Geistes- und Kulturwissenschaften an den beiden Partneruniversitäten eingerichtet. Darüber hinaus haben sich mit vielen anderen französischen Partnerhochschulen integrierte Studienprogramme gebildet (s. Studium und Lehre). Seit 1991  ist an der Universitätsbibliothek ein von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG)  als „Herausragende Forschungsbibliothek“ geförderter Sammelschwerpunkt Frankreichforschung beheimatet, aus dem 2013 das Forum Interkulturelle Frankreichforschung (FIFF) hervorgegangen ist. 2016 schließlich wurde unter dem Namen „Funkenschläge*** Étincelles“ ein deutsch-französisches Kulturlabor ins Leben gerufen.

 

 

Aufgaben und Ziele

Das Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien (ZFF) der Johannes Gutenberg Universität Mainz dient dazu, die oben genannten verschiedenen auf Frankreich und frankophone Regionen, Institutionen, Gesellschaften und Kulturen bezogenen Aktivitäten der Hochschule zu bündeln, vernetzen, aus ihrem Zusammenwirken gemeinsamen Nutzen zu generieren und in ihrer wissenschaftlichen Exzellenz zu steigern.  Im Hinblick auf vergleichbare Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland besteht eine Besonderheit des ZFF zum einen darin, dass es sich nicht auf Frankreich beschränkt, sondern explizit die geographische und kulturelle Öffnung auf die Frankophonie zum Programm hat. Zum anderen ist die Arbeit des ZFF dezidiert fächer- und disziplinenübergreifend ausgerichtet und somit nicht auf die Geistes- und Kulturwissenschaften fokussiert.

Gleichermaßen möchte das ZFF auch über den universitären Rahmen hinaus eine Plattform für die Vermittlung von und den Austausch zu Themen rund um den frankophonen Sprach- und Kulturraum sein und arbeitet in diesem Rahmen eng mit dem Institut Français Mainz zusammen.

Das ZFF wird nachhaltig in ihren wissenschaftlichen und kulturvermittelnden Tätigkeiten von der Deutsch-Französischen Kulturstiftung gefördert, mit der die JGU im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung verbunden ist.